+++ Westendorf verliert das Allgäu-Franken-Duell gegen Nürnberg +++

von jkb

Foto: Stefan Günter

(gru)Ein war spektakulärer Kampfabend in der Sparkassen-Arena im Bürgerhaus Alpenblick: Doch der so erhoffte Sieg des TSV Westendorf in der Ringer-Bundesliga ist dennoch ausgeblieben. Auch deswegen, weil die Grizzly Nürnberg mit einer starken Staffel im Allgäu antraten. Am Ende zeigte die Anzeigentafel 12:18 aus Sicht des Gastgebers.

 

„Wir wollten gewinnen, aber wenn Nürnberg mit ihrer vollen Kapelle antritt, ist es schwer, hier zu bestehen“, sagt Westendorfs Cheftrainer Klaus Prestele beim Pressegespräch. „Im Endeffekt ärgere ich mich schon über kleine Wertungen, die wir leider nicht geschafft haben“, verweist er dabei auf die Duelle im Limit bis 66 Kilogramm und 86 Kilogramm. Denn Filip Novachkov gab eine 6:2-Führung gegen Stoyan Iliev noch aus der Hand, was für die Franken ein Mannschaftspunkt bedeutete. An seine Grenzen ging Michael Heiß, der zwar Gästecoach Matthias Baumeister mit 20:6 regelrecht zermürbte, am Ende fehlte dann doch der wichtige Zähler für vier Mannschaftspunkte. „Sicherlich bin ich enttäuscht. Ich denke, wir haben einen sehr hochklassigen Kampf erlebt. Die Zuschauer kamen auf ihre Kosten“, so Prestele.

 

Der Kampfabend begann ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Niklas Stechele (57 kg/Freistil) und Daniel Gastl (130 kg/Greco) holten jeweils vier Mannschaftspunkte für den TSV. Sein Debüt im Trikot des TSV machte der Bulgare Nedyalko Petrov, der im Limit bis 61 Kilogramm gegen den Italiener Jacopo Sandron mit 1:7 auf verlorenem Posten stand. Keine Chance hatte Christian Stühle gegen den Russen Akhmed Bataev im Halbschwergewicht. Zur Pause führte Westendorf knapp mit 8:7. Durch Siege von Michael Heiß und Maximilian Goßner, der in der Gewichtsklasse bis 71 Kilogramm Deniz Menekse mit 4:3-Wertungspunkten in die Schranken wies, baute Westendorf seine Führung auf 12:7 aus. Doch es sollten die letzten Siege sein, die die Fans am Abend zu Gesicht bekamen. Denn Steve Masuch musste sich der Übermacht des amtierenden Europameisters und Vize-Weltmeisters von 2017, Soner Demirtaş, beugen. „Das war ein geniales Gefühl gegen solch einen Spitzenmann zu ringen. Leider war ich nur zu 80 Prozent fit“, ist seine Fußverletzung noch nicht auskuriert. Für ihn sei es sehr schade. „Diese Blessur wirft mich wieder zurück, nachdem ich ein Jahr Pause gemacht habe, um die Probleme mit meinem Rücken in den Griff zu bekommen“, sagt Masuch konsterniert. Im vorletzten Kampf des Abends versuchte Simon Einsle (75 kg/Freistil) alles, um die Niederlage gegen Tim Stadelmann so gering wie möglich zu halten. Am Ende hieß es 0:9, Nürnberg ging zum ersten Mal in Führung und setzte durch den unerwarteten, aber spektakulären Schultersieg von Zoltan Levai (Ungarn) im abschließenden Topduell gegen Zakarias Tallroth (Schweden) noch einen oben drauf.

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