+++ Westendorf verliert Auswärtskampf gegen Pausa/Plauen mit 14:16 +++ Bayernliga-Team stellt Weichen für den Aufstieg

von jkb

Keine Probleme hatte Maximilian Goßner (75 kg, GR, rotes Trikot) gegen René Winter. Vorzeitig gewann er mit 16:0-Wertungspunkten. Foto: Stefan Günter

Der TSV Westendorf bleibt auch im dritten Duell in Folge gegen die Wettkampfgemeinschaft Pausa/Plauen ohne Sieg. Die Ostallgäuer mussten sich in der Ringer-Bundesliga auswärts den Sachsen denkbar knapp mit 14:16 geschlagen geben. Erst mit dem letzten Duell entschieden die Gastgeber diesen Kampf. Allerdings sorgte der Kampfrichter mit seinen zum Teil fragwürdigen Entscheidungen, die er gegen den TSV Westendorf verhängte, auch beim heimischen Publikum für Kopfschütteln.

 

„Wir wollten zum Ende den Sieg, leider hat es nicht geklappt“, resümiert Coach Klaus Prestele den Auftritt seiner Jungs in der Fremde. Schon beim Gang über die Waage waren sich alle einig: das wird ein spannender Kampf. Michael Steiner hatte im leichtesten Limit gegen Tamas Török keinen leichten Stand. Nach 2:08 Minuten drückte der Ungar den Westendorfer auf beide Schultern. Keine Probleme hatten die beiden „schweren Jungs“ des TSV Westendorf. Sowohl Murazi Mchedlidze als auch Daniel Gastl hatten ihre Gegner jederzeit Griff. Während der Ukrainer bereits nach 3:00 Minuten Christian Bächer vorzeitig auspunktete, benötigte der Tiroler etwas länger, um auch hier gegen Kevin Drehmann siegreich von der Matte zu gehen. Der Übermacht des Russen Said Gazimagomedov aus der Ringerhochburg Dagestan konnte Markus Stechele (61 kg) nichts entgegensetzen. Der TSV’ler verlor vorzeitig mit 0:16-Wertungspunkten. Im letzten Kampf vor der Pause gab Daniel Joachim sein Bundesliga-Debüt. Im Limit bis 66 Kilogramm stand er Tobias Knittel gegenüber. Der Nachwuchsathlet der Westendorfer kämpfte aufopferungsvoll und gab bei der 6:10-Niederlage nur zwei Punkte an die Sachsen ab.

 

Den besseren Start in den zweiten Durchgang erwischten die Gäste mit dem ersten Kampf in der Gewichtsklasse bis 86 Kilogramm. Christian Stühle bezwang Zalik Sultanov mit 10:4-Wertungspunkten. In einem spannenden Duell gab Filip Novachkov (71 kg) zwei Mannschaftspunkte gegen Krzystof Bienkowski ab. Der Pole siegte nach Ablauf der sechsminütigen Kampfzeit mit 5:0. Den letzten Sieg des Abends verbuchte Michael Heiß, der Werner Schellenberg vorzeitig nach technischer Überlegenheit bezwang. Vor den beiden abschließenden Begegnungen im Limit bis 75 Kilogramm führte Westendorf mit 14:12. Zakarias Tallroth stand dem Bronzemedaillengewinner der WM in Budapest gegenüber. Der Pole Gevorg Sahakyan gewann dank der Mithilfe des Mattenleiters mit 8:0-Wertungspunkten. „Die Passivitäten, die der Kampfrichter hier angezeigt hatte, waren haarsträubend. Das Ergebnis spiegelt überhaupt nicht den Kampfverlauf wider“, so die Erkenntnis von Klaus Prestele. Simon Einsle führte zwei Sekunden vor dem Ende mit 6:4, ehe Kevin Lucht noch eine Vierer-Wertung auspackte und den Kampf zu seinen Gunsten drehte. „Wir haben eine gute Mannschaftsleistung erzielt. Pausa/Plauen liegt uns als Gegner einfach nicht“, so Prestele abschließend.

 

Weichen gestellt

 

Einen vorentscheidenden Sieg im Kampf um die Bayernliga-Meisterschaft hat die zweite Mannschaft des TSV Westendorf eingefahren. Dabei düpierten die Ostallgäuer im Spitzenduell den SV Siegfried Hallbergmoos mit 27:4. Am Ende konnte nur Ivan Zamfirov für die Gäste den einzigen Überlegenheitssieg einfahren. Alle anderen Duelle entschied Westendorf für sich, fünf davon mit der maximalen Punktausbeute. Mit 22:0 führt der TSV mittlerweile sechs Zähler vor den Oberbayern ungeschlagen die Tabelle an. Läuft alles nach Plan, ringt Westendorf II künftig in der Bayerischen Oberliga. Stefan Günter (gru)

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