Überlegender Achtelfinalgegner +++ Westendorf Ringen verlieren Hinkampf in Adelhausen deutlich mit 4:25

von frw

Teambild der Westendorfer Ringer in Adelhausen. Mit im Bild ist U23-WM-Teilnehmer Christopher Kraemer, vorne links, der verletzungsbedingt nicht ringen konnte. Foto: Thomas Stechele

(gru) Am Ende war die Überlegenheit des Gegners dann nicht mehr von der Hand zu weisen: Der TSV Westendorf hat den Achtelfinalhinkampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2017/2018 gegen den TuS Adelhausen auswärts mit 4:25 verloren. „Sie waren zu stark für uns, einfach besser. Wir haben trotzdem einen guten Kampf gezeigt“, bilanziert Abteilungsleiter Thomas Stechele den ersten Auftritt des TSV überhaupt in einer K.O.-Runde.

 

Ohne den verletzten Christopher Kraemer und Fatos Durmishi traten die Westendorfer bei ihrer Play-Off-Premiere in Südbaden an. Niklas Stechele ging im leichtesten Limit bis 57 Kilogramm im freien Stil auf die Matte. Sein Gegner, Marcel Ewald, war 17 Jahre älter als er. Der Fünfte der Kadetten-Weltmeisterschaft von 2017 gab zwar alles, musste sich aber dem erfahrenen Routinier mit 0:8-Wertungspunkten geschlagen geben. Im Schwergewicht hatte es Daniel Gastl mit dem amtierenden deutschen Meister, Christian John, zu tun. Der 24-jährige Tiroler versteckte sich nicht, wurde aber nach seiner Führung mit einem Durchdreher ausgekontert und verlor somit sehr unglücklich auf Schulter. Markus Stechele trat im Limit bis 61 Kilogramm im griechisch-römischen Stil gegen Nick Scherer an. Der 20-Jährige setzte sich ordentlich zu Wehr, verlor aber ebenfalls mit 1:13-Wertungspunkten. Keinen Auftrag hatte auch Philipp Geisenberger, der in der Gewichtsklasse bis 98 Kilogramm auf die Matte ging. Nach 1:16 Minuten war der Kampf vorzeitig per Schulterniederlage für ihn gelaufen. Jetzt lagen die Hoffnungen auf Mehmet Feraim, der im letzten Kampf vor der Pause Zoheir El Quarraque gegenüberstand. Doch der erhoffte erste Einzelsieg musste auch hier noch warten. Der Bulgare, in den Diensten der Westendorfer, verlor gegen den Franzosen knapp mit 1:3-Wertungspunkten. Damit führte der Gastgeber schon uneinholbar mit 15:0.

 

Einen starken Kampf lieferte Michael Heiß (86 kg, Greco) im Dress der Westendorfer gleich nach Wiederanpfiff ab. Mit Božo Starčević hatte er keinen geringeren als den Fünftplatzierten von Olympia 2016 in Rio de Janeiro zum Gegner. Heiß gab alles und verlor nach aufopferungsvollem Kampf mit 6:10-Punkten. Den ersten Sieg für Westendorf fuhr Zakarias Tallroth im Limit bis 71 Kilogramm im griechisch-römischen Stil ein. Mit 5:1 zwang er den Kroaten Danijel Janecic in die Knie. In der Folge mussten sich Lennart Wunderlich (80 kg, Freiestil) und Simon Einsle (75 kg, Freistil) deutlich geschlagen geben Während Wunderlich mit 0:16 gegen Stephan Brunner vorzeitig verlor, war für Einsle ebenfalls vorzeitig das Duell gegen Akhmed Chakaev mmit 1:16 zu Ende. Hatte er doch den Silbermedaillengewinner der diesjährigen EM in Novi Sad (Serbien) zum Gegner. Im letzten Kampf des Abends holte Philipp Heiß (75 kg, Greco) den zweiten Westendorfer Einzelsieg. Mit 6:0 gewann er gegen Sascha Keller. „Wir haben einen starken Kampf von Adelhausen gesehen. Ich bin nicht enttäuscht, da wir wussten was uns blüht“, so Vereinsboss Georg Steiner vor Ort. Trotz der deutlichen Packung ist Cheftrainer Klaus Prestele mächtig stolz auf seine Jungs. „Diese Niederlage müssen wir neidlos anerkennen. Die Einstellung meiner Jungs hat super gepasst.“ Den mitgereisten Westendorfer Fans sprach er ein Kompliment aus. „Sie hatten die Halle mit ihren Anfeuerungen voll im Griff. Wir haben super Fans.“ Für Westendorf steht nun am kommenden Samstag, 9.12., um 19:20 Uhr der Rückkampf in der eigenen Sparkassen Arena auf dem Programm. Hier will sich der TSV vor eigenem Publikum nochmals ordentlich verkaufen.

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