Stühle und Einsle bleiben dem TSV Westendorf treu

von frw

TSV-Ringer Christian Stühle (links) und Simon Einsle (rechts)

(gru) Der Bundesliga-Kader des TSV Westendorf nimmt weitere Formen an. Nach den Zusagen der beiden Greco-Spezialisten Christopher Kraemer und Michael Heiß, haben nun auch Christian Stühle und Simon Einsle ihre Bereitschaft erklärt, auch in der neuen Saison 2018/2019 für ihren Verein auf die Matte zu gehen.

 „Ich freue mich weiterhin auf viele Kämpfe. Die Chance will ich erneut nutzen“, sagt Simon Einsle. Der 20-Jährige steht ab Herbst zum dritten Mal bei der Ersten im Kader. In der vergangenen Saison bestritt er als einziger TSV’ler alle Kämpfe in der DRB-Bundesliga-Runde. Vorwiegend ist er im Limit bis 75 Kilogramm im freien Stil gefordert. Hier hatte es der Westendorfer mit internationalen Spitzenringern und Größen wie Kakhaber Khubetzhy (Russland), Magomedmurad Gadzhiev (Polen) und Akhmed Chakaev (Russland) zu tun. „Für ein Trainer wie mich ist Simon ein dankbarer Sportler. Er ist immer motiviert und hat in seiner Gewichtsklasse zum Teil aussichtslose Kämpfe gegen Medaillengewinnern von Welt- und Europameistern“, erzählt Cheftrainer Klaus Prestele. Für den 40-jährigen Übungsleiter ist Einsle schon gesetzt. „Wichtig ist nun, dass er eine sehr gute Vorbereitung absolviert. Er muss eine Schippe im Training noch drauflegen.“ Simon Einsle dagegen will verletzungsfrei bleiben und mehr Kämpfe gewinnen als die Saison zuvor. Da er selbst den Fokus auf die Mannschaftsrunde legt, wird der Westendorfer im Mai nicht an den Einzelmeisterschaften teilnehmen. „Ich möchte pausieren, um mich dann optimal auf die Runde vorbereiten zu können.“ Allerdings ist Einsle wie fast alle TSV-Ringer schon jetzt wöchentlich mehrmals im Training.

 Nur Christian Stühle kann an ein kräftezehrendes Training überhaupt noch nicht denken. Der 28-jährige Familienvater kam Anfang Dezember unter das Messer. Der Grund: Riss des vorderen Kreuzbandes. „Die OP verlief ganz gut. Ich kann mich nicht beklagen“, muss er sich aber noch in Geduld üben. Mit dem Hometrainer und leichtem Aufbautraining – ohne das Knie arg zu belasten – hält sich Stühle fit. Schließlich will auch er seinem Team in der kommenden Saison wieder zur Verfügung stehen. Nur ein einziges Mal stand er auf der Matte, zum Saisonauftakt gegen den RV Lübtheen. Doch dieses Duell brach er verletzungsbedingt ab. „Es war schon ein komisches Gefühl mit ansehen zu müssen, wie die Anderen auf der Matte sind und ihr Bestes geben und ich Kampf für Kampf zuschauen musste.“ Umso mehr freut es Klaus Prestele, dass der Halbschwergewichtler weiter zum Team gehört. „Er ist sportlich und charakterlich eine wichtige Stütze. Er hat uns in der vergangenen Saison an allen Ecken gefehlt.“ Stühle bleibt dem TSV Westendorf treu. „Ich will nur für den TSV ringen. Ich öffne schon gar nicht mehr die Post, wenn mich andere Vereine anschreiben.“ Er wisse, dass er in Westendorf geschätzt werde. „Hier habe ich meinen Freundeskreis und mein Team“, so der Freistilspezialist weiter. In erster Linie aber nimmt er sich die erstmals die nötige Zeit, um wieder hundertprozentig fit zu werden. Denn Stühle wird beim TSV Westendorf gebraucht.

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