Nedyalko Petrov ist Neuzugang des TSV Westendorf

von frw

TSV-Vereinsboss Georg Steiner mit Neuzugang Nedyalko Petrov. Foto: Steiner/privat

(gru) Kurz vor dem Transferschluss hat der TSV Westendorf nochmals zugeschlagen. Nedyalko Petrov wird die Bundesliga-Mannschaft in der kommenden Saison in den leichten Gewichtsklassen, bis 55 und 61 Kilogramm im griechisch-römischen Stil, verstärken. Vor zwei Jahren stand der 22-Jährige bereits für den VfK 07 Schifferstadt auf der Matte. Damit steht das Team für die Saison 2018/2019.

 

„Wir haben hier niemanden, deshalb brauchen wir hier eine Verstärkung“, macht Coach Klaus Prestele deutlich. Mit den Brüdern Markus und Niklas Stechele hat der TSV zwei Eigengewächse, die allerdings als Freistilspezialisten auf die Matte gehen. „Da sind wir sehr gut besetzt“, ergänzt der 40-jährige Übungsleiter. Anders als die Jahre zuvor hat der TSV Westendorf besonders in der Breite heuer qualitativ zugenommen. Hier gehören auch die einheimischen Ringer dazu, die jetzt primär nicht für die Bundesliga-Runde vorgesehen sind, aber dennoch im Gesamtpaket eine große Rolle spielen. Nach ihrem Ausfall in der kommenden Saison greifen Christian Stühle und Maximilian Goßner wieder an. Selbst Steve Masuch, der für den SVO Germaringen in der Kreisliga kickt, hat sich wieder dazu entschlossen, die Ringermatte zu betreten und erst im Frühjahr des kommenden Jahres dem Ball wieder hinterherzujagen.

 

Warum der TSV Westendorf Nedyalko Petrov verpflichtet hat, ist der Tatsache geschuldet, dass die Weltmeisterschaft während der Bundesliga-Saison, also Ende Oktober, stattfindet. „Das kann uns mit aller Wahrscheinlichkeit vor einigen Problemen stellen. Wir wissen nicht, ob wir unsere ausländischen Ringer vor der WM-Vorbereitungsphase auf die Matte bekommen“, ist das in den Augen von Klaus Prestele alles noch sehr unsicher. Zum jetzigen Zeitpunkt sei nicht klar, wer überhaupt bei den kontinentalen Titelkämpfen in Ungarn dabei sein werde. Das sei alles schwer zu planen. Deshalb wurde auch Nedyalko Petrov verpflichtet, um dem Ganzen eine gewisse Flexibilität zu geben. „Um konkurrenzfähig und variabel in unseren Aufstellungen zu sein, mussten wir so handeln und haben uns für diese Option entschieden“, führt Klaus Prestele aus.

 

Petrov kennt bereits die Bundesliga, so rang er bereits vor zwei Jahren für den VfK 07 Schifferstadt, bevor sich die Rheinland-Pfälzer in der Folgesaison der Deutschen Ringerliga (DRL) anschlossen. In seinen vier Einsätzen, die er für das Rhein-Neckar-Team bestritt, erzielte er jeweils knappe Kämpfe. Einem Sieg stehen drei knappe Niederlagen gegenüber. Allerdings stand der 22-jährige Bulgare in diesem Jahr bei der Europameisterschaft im russischen Kaspisyk im kleinen Finale um Bronze, welches er verlor und am Ende fünfter wurde. Auf das Siegertreppchen kam er dagegen beim international stark besetzten Dan Kolov-Turnier in Sofia, als er sich in seinem Limit bis 55 Kilogramm den dritten Platz erkämpfte. Stefan Günter

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