Knappe Heimniederlage gegen Pausa/Plauen +++ Westendorfer Ringer geben alles und verlieren dennoch

von jkb

(Gru)Westendorf. Am Ende haben sie alles gegeben und doch verloren: Der TSV Westendorf hat die Heimpremiere in der Ringer-Bundesliga-Saison 2018/2019 gegen die WKG Pausa/Plauen knapp mit 13:16 verloren. Wie schon in Greiz standen den Ostallgäuern nur Zakarias Tallroth (Schweden) und Neuzugang Filip Novachkov (Bulgarien) zur Verfügung. Mit acht einheimischen Ringern zeigte der TSV trotz alle dem eine beeindruckende Leistung.

 

Schon im leichtesten Limit bis 57 Kilogramm im freien Stil gab DRB-Kaderathlet Niklas Stechele alles. Sein Gegner: Said Gazimagomedov. Der Russe aus der Ringerhochburg Dagestan musste sich schon arg ins Zeug legen, doch schaffte er nicht die volle Punktausbeute. „Ich bin schon zufrieden, dass ich nur drei Punkte abgegeben habe“, so Niklas Stechele in seiner Bilanz. Weil in den schweren Gewichtsklassen der Österreicher Daniel Gastl und Murazi Mchedlidze aus der Ukraine nicht zur Verfügung standen, sprangen Felix Kiyek (130 kg) und Matthias Kohler (98 kg) in die Bresche. Beide mussten sich nach aufopferungsvollem Kampf jeweils mit einer Schulterniederlage begnügen. Stilartfremd zeigte Markus Stechele im Limit bis 61 Kilogramm einen grandiosen Kampf. Lag er gegen Janik Rausch bereits mit 0:5 zurück, drehte er unter den Anfeuerungsrufen der Fans in der Sparkassen Arena im Bürgerhaus den Kampf und gewann ihn am Ende mit 6:6. Stechele erzielte hier die letzte Wertung, sodass er mit 1:0 diesen Kampf für sich entschied. Im letzten Kampf vor der Pause standen sich Westendorfs Neuzugang Filip Novachkov und der Pole Krzysztof Bienkowski gegenüber. Mit 2:3 musste sich der Bulgare geschlagen geben. Die Gäste führten zur Halbzeit mit 12:1.

 

Nach der Pause brannten zwei Routiniers ein Feuerwerk ab. Michael Heiß (86 kg) zerlegte Christian Bächer nach 2:37 Minuten mit 20:0-Wertungspunkten. Auch Maximilian Goßner, der diesmal im Limit bis 71 Kilogramm auf die Matte ging, spielte mit seinem Gegner. 16:0 hieß es vorzeitig für Goßner. Stefan Joachim (80 kg/Freistil), der für den verletzten Steve Masuch zum Einsatz kam, schlug sich mehr als wacker. Bei der 0:12-Niederlage gegen Zalik Sultanov gab er nur drei Mannschaftspunkte ab. Vor den beiden letzten Duellen im Limit bis 75 Kilogramm lag Westendorf mit 9:15 zurück. Simon Einsle gab in seiner Begegnung gegen Kevin Lucht alles, stand aber nach sechs Minuten Kampfzeit leider auf verlorenem Posten. Obwohl die Niederlage daraufhin besiegelt war, zeigte Zakarias Tallroth im Schlusskampf gegen Nils Buschner sein Können und holte noch vier Mannschaftspunkte.

 

„Wenn ich den heutigen Kampf im Nachhinein so betrachte, haben wir gar nicht so schlecht gerungen. Wir gehen dennoch gestärkt an unseren nächsten Aufgaben heran. Gegen Nürnberg daheim steht eine ganz andere Mannschaft auf der Matte“, verspricht Cheftrainer Klaus Prestele, der bei der Pressekonferenz seiner Mannschaft einen tollen und kämpferischen Auftritt bescheinigte.

 

Zurück