Freistil Staffel: Markus Stechele, Simon Einsle, Christian Stühle

von frw

Es ist angerichtet. Am Samstagabend greifen die Westendorfer Ringer in der neu strukturierten DRB-Bundesliga nach ihrem ersten Sieg. Bei der Heimpremiere in der Sparkassenarena im Bürgerhaus Alpenblick ist um 19:30 Uhr der RV Lübtheen zu Gast. Das Team aus Mecklenburg-Vorpommern wird zum ersten Mal den Allgäuer Hexenkassel erleben. Die TSV-Fans sind berüchtigt für ihre Anfeuerungen und frenetischen Gesänge.

Schon um 18:45 Uhr findet das öffentliche Wiegen statt. Hier können alle Zuschauer hautnah über eine Videoleinwand das exakte Gewicht jedes Sportlers ablesen. Gut eine halbe Stunde später marschieren beide Teams ein, bevor es dann endlich um Punkte und Siege geht. Lübtheen wird zum Auftakt nichts dem Zufall überlassen. Mit Andrej Ginc (61 kg), Karan Mosebach (75 kg) und Ilja Matuhin (98 kg) stehen allein drei amtierende deutsche Juniorenmeister von 2017 im Kader. Hinzu kommt die erfahrene Klasse durch Dennis Langner (66 kg). Neben drei dänischen, bietet der RVL noch zwei bulgarische Ringer auf. „Ich kenne die Kämpfer von Lübtheen. Auf einem Zettel habe ich mir schon die wichtigen Punkte zusammengeschrieben. Wir werden unsere Jungs auf jeden Gegner optimal einstellen“, fiebert Cheftrainer Klaus Prestele diesem Heimkampf entgegen. „Sie sind wirklich stark, haben unser Niveau. Ich erwarte spannende und enge Kämpfe.“

Im Aufgebot wird auch Christian Stühle sein, der in der Vorbereitungsphase bedingt durch eine Verletzung phasenweise etwas kürzer treten musste. Auch er freut sich auf den Start in die neue Saison. „Gerade in meiner Gewichtsklasse haben sich die Vereine vehement verstärkt. Hier werde ich viele neue Gegner zu Gesicht bekommen“, erzählt der Halbschwergewichtler. Mit Erik Thiele (Burghausen), dem Kubaner Reineris Salas Perez (Nürnberg) und Ilja Matuhin stehen dem 27-Jährigen harte Brocken gegenüber. „Das ist schon ein gewaltiger Unterschied zur Zweiten Bundesliga“, nimmt Stühle die Herausforderung an.

Aufgeregt vor seinem ersten Kampf ist auch Markus Stechele, der vorwiegend im leichtesten Limit bis 57 und 61 Kilogramm auf die Matte geht. „Für mich wird es heuer bedeutend schwerer als noch in der Vorsaison. Doch nichts ist unmöglich“, hat auch er sich auf die neue Saison akribisch vorbereitet. Schon vor dem eigenen Start sei Burghausen die Mannschaft der Stunde. „Sie werden am Ende in unserer Staffel ganz vorne sein“, rechnet Stechele mit einem Durchmarsch der Oberbayern. Bedingt durch die eigenen Neuverpflichtungen, Daniel Gastl (Österreich), Zakarias Tallroth (Schweden) und Luis Esteban Quintana (Kuba), sei für den 20-jährigen Westendorfer die Qualität innerhalb der Mannschaft gestiegen. „Von ihnen können wir einiges erwarten. Ich freue mich schon, sie auf der Matte zu sehen.“

Schon in der vergangenen Saison wuchs Simon Einsle immer wieder über sich hinaus. Ringer und Fans haben noch die knappe Niederlage gegen den Ex-Burghauser Nikolay Kurtev vor Augen, als er drauf und dran war dem Routinier den Schneid abzukaufen. Oder der knappe 4:3-Sieg im Duell gegen den Freiburger Ion Vasilachi, als er damit beim 13:13-Unentschieden einen „gefühlten Sieg“ für den TSV erreichte. Auch heuer will der 19-Jährige alles geben. „Klar, ich habe viele Granaten in meiner Gewichtsklasse dabei, doch auch ich habe mich weiter entwickelt“, betont Einsle. Körperlich sei er schon besser geworden. Selbst im konditionellen Bereich habe er nochmals eine Schippe draufgepackt. Er baut wie seine Teamkollegen auf die frenetischen Fans in der Halle. „Sie können die Ringer explosionsartig nach vorne peitschen“, wünscht sich Abteilungsleiter Thomas Stechele gleich beim ersten Kampf eine volle Hütte. Stefan Günter

Die Freistil-Ringer


57/61 kg: Markus Stechele, Niklas Stechele, Fatos Durmishi
66/71 kg: Mehmed Feraim, Philipp Reiner
75 kg: Simon Einsle, Tizian Reggel
80 kg: Luis Esteban Quintana
86 kg: Frederik Wunderlich, Philipp Geisenberger
98/130 kg: Christian Stühle, Patrick Riedler

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