Es geht um die Nummer eins +++ Christopher Kraemer startet beim Großen Preis von Deutschland

von jkb

So wie bei den nationalen Titelkämpfen in Burghausen will Christopher Kraemer auch in Dortmund durchstarten. Fotos: Jörg Richter/Ringsport-Magazin

(gru) Drei Wochen vor dem Start in die neue Ringer-Bundesliga-Saison wartet auf Christopher Kraemer jetzt am Samstag und Sonntag ein ganz besonderes sportliches Highlight. Der DRB-Kaderathlet nimmt beim Großen Preis von Deutschland in Dortmund teil. Der 22-Jährige geht im Limit bis 60 Kilogramm auf die Matte.

 

Alle deutschen Spitzenringer messen sich bei der 35. Auflage im griechisch-römischen Stil mit den internationalen Stars der Ringerszene. Zahlreiche Nationen aus Europa und dem Rest der Welt senden ihre erste Garde und sorgen neben der Quantität auch für eine riesige Qualität. Somit müssen sich viele wohl gehörig nach der Goldmedaille strecken. So auch Christopher Kraemer. Noch im Juni kam er nach einer längeren Verletzung eindrucksvoll wieder zurück und gewann den Vizetitel bei den nationalen Titelkämpfen. Hier musste er sich seinem größten Widersacher, Etienne Kinsinger aus dem Saarland, geschlagen geben. Beide Athleten werden ihren Kampf um die Nummer eins weiterhin austragen. „Ich fühle mich fit“, sagt der Westendorfer, der sich in den vergangenen Wochen von einem Lehrgang zum nächsten Trainingslager manövrierte. Der zweite Platz bei der Deutschen in Burghausen habe ihm Auftrieb gegeben. „Auch der Ehrgeiz kam wieder“, macht er deutlich und fügt schmunzeln hinzu: „Platz zwei ist nicht mein Anspruch.“ Kraemer konnte sich weiterentwickeln. Der Große Preis von Deutschland sei für ihn eine Art Standortbestimmung. „Ich will testen, wo ich wirklich stehe“, erwartet der Kaderathlet des DRB ein starkes Teilnehmerfeld in seiner Gewichtsklasse. Kommt es zum Aufeinandertreffen mit seinem saarländischen Rivalen Kinsinger, wäre Kraemer wieder bereit. Schließlich geht es um die Nominierung für die Weltmeisterschaft im Oktober in Ungarn oder die U23-WM im Dezember in Rumänien. Das international besetzte Turnier ist zudem auch die letzte Möglichkeit für den Ostallgäuer, sich vor Beginn der neuen Bundesliga-Saison am 8. September sportlich zu testen. Stefan Günter

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