Eindrucksvoll zurück +++ Christopher Kraemer holt Silber bei Deutscher Meisterschaft in Burghausen

von frw

Mit seinen beherzten Auftritten – wie hier gegen Peter Haase – katapultierte sich der Westendorfer Kraemer ins Finale. Foto: Stefan Günter

(gru) Christopher Kraemer ist wieder zurück: Bei den Deutschen Ringermeisterschaften im griechisch-römischen Stil in Burghausen hat der DRB-Kaderathlet zwar das Finale verloren, doch zeigte der Bundesliga-Akteur des TSV Westendorf, dass er weiterhin zur deutschen Spitze gehört.

 

„Wenn man die Misere der letzten Zeit mit Trainingsrückstand und Verletzungspech in Betracht nimmt, bin ich einerseits schon froh und stolz, Silber geholt zu haben, andererseits war die Goldmedaille zum Greifen nahe“, so der 22-Jährige direkt nach der Niederlage gegen seinen saarländischen Rivalen Etienne Kinsinger. Der Köllerbacher verteidigte durch einen 5:1-Punktesieg gegen den Allgäuer damit seinen Titel aus dem Vorjahr im Limit bis 60 Kilogramm. Dabei war Kraemer im Finale der aktivere Ringer. „Ich habe zwei Aktionen im Kampf nicht konsequent zu Ende geführt.“ TSV-Vereinsboss Georg Steiner, der am Finaltag nach Burghausen fuhr, zeigte sich dennoch sehr zufrieden. „Natürlich ist es schade, dass er das Finale verloren hat. Doch er hat meinen Respekt für diesen Auftritt.“ Lobende Worte gab es auch von Seiten des Deutschen Ringer-Bundes (DRB). Bundestrainer Michael Carl sei mehr als positiv überrascht gewesen, „weil Chris in den letzten Monaten einen schweren Stand hatte. Er konnte nicht optimal trainieren, hatte für die U23-EM auch eine kurze Vorbereitung und musste für die Deutsche nun Gewicht machen.“ Trotz des verlorenen Finales bescheinigt Carl seinem Schützling einen guten Auftritt. In die gleiche Kerbe schlägt hier auch Sportdirektor Jannis Zamanduridis: „Er hat über das gesamte Turnier gesehen starke Kämpfe gezeigt und im Finale ebenfalls einen hochklassigen Fight geboten.“

 

Schon zum Viertelfinalauftakt ließ Kraemer seinen ersten Gegner, Peter Haase aus Thalheim, keine Chance. Mit 5:0-Wertungspunkten erreichte er das Halbfinale, wo der Westendorfer hier sein ganzes Können auspackte. Vor Ablauf der sechsminütigen Kampfzeit beendete er das einseitige Duell gegen Daniel Layer (SVG Nieder-Liebersbach) durch einen 9:0-Punktesieg. „Chris hat in Burghausen eine starke Leistung gezeigt. Er ist nach seiner Verletzung wieder zurückgekommen. Hut ab und Respekt für seine Auftritte“, lobt Matthias Fornoff, hauptamtlicher Landestrainer des Bayerischen Ringer-Verbandes.

 

Bereits am kommenden Wochenende stehen in Aschaffenburg die Freistil-Wettbewerbe auf dem Programm. Hier nimmt nur Niklas Stechele aus Westendorfer Sicht teil. Sein Bruder Markus muss nach einer Verletzung die Titelkämpfe leider vom Mattenrand aus anschauen. Stefan Günter

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