DM Junioren - Keine Medaillen für Westendorfer

von wiede

Niklas Stechele (2.v.r.) gehörte bei der DM der Junioren in Bad Kreuznach dem BRV-Team an. Foto: BRV

(gru) Bad Kreuznach/Hemsbach/Westendorf. Ohne Medaillen sind die Westendorfer Ringer von den Deutschen Juniorenmeisterschaften am vergangenen Wochenende heimgekehrt. Dabei schrammte Niklas Stechele im freien Stil denkbar knapp an Edelmetall vorbei. Erfahrungen sammelten im griechisch-römischen Stil Stefan Joachim und Felix Kiyek.

 

In Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) traten insgesamt 115 Teilnehmer an, unter ihnen Niklas Stechele. Die 17-jährige Nachwuchshoffnung aus der Talentschmiede des TSV Westendorf trat im Limit bis 57 Kilogramm an. Von Beginn an war der DRB-Kaderathlet hochmotiviert. Seinen Auftaktkampf gewann er gegen Antony Iuliani aus Münster (NRW) vorzeitig nach technischer Überlegenheit. Auch im Viertelfinale war der Ostallgäuer nicht zu bremsen. Sein Gegenüber, Leon Treffeisen vom ASV Vörstetten (Südbaden), hatte ebenfalls keine Siegchance. Mit 10:0-Wertungspunkten beendete Stechele auch dieses Duell vorzeitig. Dass der Bundesligaringer im Halbfinale dann auf den Spitzenathleten Horst Lehr traf, war mehr als ungünstig. „Da hatte Niki richtig Lospech“, meint Papa Thomas Stechele. Der Abteilungsleiter musste mit ansehen, wie der Schifferstädter seinen Sohn mit 5:0 bezwang und damit den Weg für seine Titelverteidigung ebnete. „Ich habe gegen Horst alles gegeben. Sicherlich wäre für mich auch etwas mehr drin gewesen. Das Ergebnis hätte ich mir knapper gewünscht“, so das Resümee von Niklas Stechele nach seiner Halbfinalniederlage. Mit Nico Megerle hatte es der Westendorfer im Kampf um Bronze ebenfalls mit einem deutschen Spitzenathleten zu tun. Beide Ringer schenkten sich über die gesamte Kampfzeit nichts. Am Ende hatte der Südbadener mit 2:1-Wertungspunkten hauchdünn die Nase vorn. „Das Ende hätte auch anders ausgehen können“, so der stolze Papa Thomas Stechele über Platz fünf seines Schützlings. „Sicherlich war ich anfangs kurz enttäuscht, wäre gerne auf dem Podest gewesen. Doch ziehe ich für mich nur das Positive heraus. Denn ich werde wieder angreifen“, so die Kampfsage von Niklas Stechele. Als 17-Jähriger hat er noch zwei Jahre in dieser Altersklasse vor sich.

 

Selbst Cheftrainer Klaus Prestele, der im knapp 100 Kilometer entfernten Hemsbach bei den Greco-Titelkämpfen weilte, war mehr als zufrieden, als er von diesem Ergebnis hörte. „Niki hatte wenig Druck in dieser stark besetzten Gewichtsklasse. Dass er Lehr und Megerle zum Gegner hatte, ist sehr ärgerlich gewesen.“ Der 40-jährige Coach betreute im nordbadischen Hemsbach Stefan Joachim und Felix Kiyek. Für Joachim waren es die ersten Titelkämpfe in der Juniorenklasse. So schnell sie für ihn begannen, so plötzlich waren sie auch vorbei. Nach technischer Überlegenheit verlor er gegen Lokalmatador Julian Scheuer vom RSC Laudenbach. Da sein Gegner das Finale nicht erreichte, war für Joachim im Limit bis 82 Kilogramm das Turnier vorzeitig vorbei. „Für ihn war die Deutsche eine lehrreiche Erfahrung“, bilanziert Prestele das kurze Intermezzo Joachims. Mit einer starken Konkurrenz musste sich Vereinskollege Felix Kiyek (87 kg) messen. Nach den deutlichen Niederlagen gegen Friedrich Fouda (ASV Plauen), Nikolaos Papadopoulos (SV Ebersbach) und Maximilian Remensperger (AV Freiburg St. Georgen) ging es im letzten Kampf gegen Eddy Flad (SV Fellbach) nur noch um Rang vier. Hier gewann der Westendorfer verdient mit 12:4-Wertungspunkten.

Zurück