Bundesliga-Tagung des Deutschen Ringer-Bundes in Würzburg

von jkb

Thomas Stechele und Robert Zech, beide von der Ringerabteilung des TSV Westendorf, haben jüngst an einer Bundesligatagung des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) teilgenommen. In Würzburg kamen alle 23 Erstliga-Vereine zusammen, um über Strukturen zu beraten. „Wir hatten eine sehr konstruktive Sitzung mit guten Wortbeiträgen. Die Planungssicherheit für alle Bundesliga-Vereine ist somit gegeben“, bilanziert Stechele.

Die Mehrheit hat sich entschieden: Es geht weiter wie bisher, für die nächsten zwei Jahre soll nun in drei Vorrundengruppen weiter gekämpft werden. Nur vier Vereine fanden sich, die in einer eingleisigen 1. Bundesliga den Meistertitel auskämpfen wollten, zu wenig für eine echte Meisterschaft. Die fünf abtrünnigen Teams, die vor zwei Jahren eine eigenständige Profiliga (Deutsche Ringer-Liga) gründeten und mittlerweile zum zweiten Mal einen eigenen Deutschen Mannschaftsmeister ermitteln, wollte man nicht wieder mit ins Boot holen.

Zudem verständigten sich man darauf, dass sowohl die Gewichtsklassen als auch das Punktesystem (28 Punkte pro Mannschaft bei einem BL-Kampf) beibehalten werden. Auch die Nachholkämpfe werden nicht gestrichen, sondern sollen durch eine angepasste Saisonplanung und eine langfristige Planung der Bundestrainer möglichst vermieden werden. Wann die 2. Bundesliga zurückkommt, steht allerdings noch nicht fest. „Wir haben hier gute Einblicke bekommen, wie der DRB weiterdenkt. Wir zweifeln in keiner Weise das Ligasystem an, auch das Punktesystem greift ganz gut“, ergänzt Vorstandsmitglied Robert Zech. Mit jeweils sechs eigenen Ringern geht der TSV mit jeweils minus 12 Punkte in den Kampf. Hinzu kommen noch die vier ausländischen Athleten, die je nach Erfolg bei einer WM oder Europameisterschaft mit fünf, sieben oder sogar wie im Fall des Schweden Zakarias Tallroth mit der Höchstpunktzahl acht bewertet werden. „Die Vereine ziehen gemeinsam an einem Strang. Auch wir befürworten natürlich die Wiedereinführung der 2. Bundesliga.“ Schließlich feierte der TSV Westendorf im Jahr 2013 den größten Erfolg mit der Meisterschaft.

Im ersten Quartal 2019 kommen wieder sämtliche Bundesliga-Teams, die DRB-Spitze und die Landesorganisationen zu einem weiteren Treffen zusammen. Stefan Günter

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